Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!
Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt,                                                   aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier! 

Blutegel-Therapie

Der Blutegel - Hirudo verbana

Der Blutegel gehört zur Klasse der Gürtelwürmer. Weltweit gibt es ca. 600 Egelarten, wobei ca. 15 Arten für medizinische Zwecke eingesetzt werden.
Tiere lassen in der Regel eine Blutegelbehandlung in aller Ruhe über sich ergehen. Dies liegt sicher auch daran, dass der Blutegel zu Beginn des Saugvorgangs anästhesierende und analgetisch wirksame Substanzen in Blut und Gewebe abgibt.
Im Verlauf des Saugvorgangs werden weitere Substanzen abgegeben. Die therapeutische Wirkung dieser Substanzen zeigt sich als Durchblutungsförderung, Gerinnungshemmung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.

Die Wirkungsweise des Blutegels

  • "kleiner Aderlass"
  • Förderung des venösen Abflusses
  • Förderung des Lmphstromes
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Antimikrobielle Wirkung
  • Schmerzlindernde Wirkung

Einsatzgebiete des Blutegels

  • Hufrehe (akut und chronisch)
  • Hämatome (akute und verhärtete)
  • Bursitis (Schleimbeutelentzündungen)
  • Phlegmonen
  • Hufrollenentzündungen
  • Einschuss
  • Ekzeme (z.B. Sommerekzem)
  • Hot Spots
  • Arthrosen
  • Narben die Probleme machen
  • Sehnen- und Bänderentzündungen
  • OP-Nachsorge (je frühzeitiger Egel angesetzt werden, desto bessere Wundheilung)
  • Mauke
  • Spondylose
  • HD
  • ED
  • Abszesse
  • Ödeme (z.B. Lymphödem)
  • und viele weitere

Kontraindikationen des Blutegels

  • schlechter Allgemeinzustand
  • Anämie
  • hohes Fieber
  • Blutverdünnende Medikamente (nur nach vorheriger Absprache mit dem Tierarzt)
  • bösartige Tumore

Ablauf einer Blutegelbehandlung:

 

Wir sorgen für eine ruhige und entspannte Atmosphäre für das zu behandelnde Tier. Stress und Hektik übertragen sich auch auf die Egel, was dazu führen kann, dass sie nicht beißen.
Haare werden keine mehr abgeschoren, außer bei frischen OP-Wunden, wenn die Haare schon "stachelig" nachgewachsen sind. Bei Bedarf wird ein Verband angelegt, um die Egel an Ort und Stelle zu halten.
Für die Behandlung sollte man genügend Zeit einplanen (1-2 Std.), denn die Egel beißen nicht immer sofort und auch die Dauer des Saugvorgangs kann schlecht vorhergesagt werden.
Trotz aller guter Vorbereitung kann es passieren, daß kein Egel am Behandlungstag beißen will. Das kann verschieden Ursachen haben, z.B. zu kaltes / heißes Wetter, Futtermittelzusätze die über die Haut "ausgedünstet" werden (z.B. Teufelskralle, Knoblauch, Schwarzkümmelöl, etc.), das läßt sich dann leider nicht ändern und ein neuer Termin muß ausgemacht werden.

Deshlb bitte 2 Tage vor der Behandlung keine Salbe, Shampoo oder ähnliches auftragen, sowie Nahrungsergänzungen für diese Zeit absetzen.

 

Bei einer akuten Hufrehe werden Medikamente natürlich nicht abgesetzt. Für mich ist eine Hufrehe immer ein Notfall und je schneller behandelt wird, desto besser ist es für den Verlauf. Die Erfahrung zeigt, dass Blutegel trotz Medikamentengaben recht gut beißen.

Nebenwirkungen einer Blutegelbehandlung

 

Blutergüsse:

Rund um die Bissstelle kann es zu Blutergüssen kommen, die jedoch problemlos innerhalb weniger Tage zurück gehen

 

Rötungen/Juckreiz

Bis zu 48 Stunden nach einer Blutegelbehandlungsorgen kann es zu Schwellungen und Juckreiz (wie bei einem Mückenstich) an den Bissstellen kommen. Dies entsteht durch den histaminähnlichen Stoff im Speichel des Egels. 

 

Narben:

Die Bisstellen verheilen in der Regel so gut, dass sie innerhalb weniger Wochen nicht mehr sichtbar sind.

 

Kreislaufbeschwerden (sehr selten):

Wird wahrscheinlich durch das Sekret im Speichel ausgelöst, nicht durch den Blutverlust. Der ist mit 20 - 50 ml pro Egel zu gering.

 

Wundinfektionen (bei falscher Nachbehandlung):

Wenn nach der Behandlung die Blutung verhindert wird, oder man an die ¨Wunde¨ mit Desinfektionsmittel behandelt, kann es zu Wundinfektionen kommen.

 

 

 


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